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Rückfall bei Haarzell-Leukämie

Für Sie kommt eine Behandlung im Rahmen dieser Studie in Frage, falls Sie an einem Rückfall einer Haarzell-Leukämie leiden, welche bereits mit 2-CDA (2-clorodeox, Cladribin) behandelt wurde. Es besteht nun die Möglichkeit Ihre Krankheit mit Rituximab (monoklonale Antikörper) zu behandeln, welche die gleiche Funktion wie unsere eigenen Antikörper haben und zur Elimination Vernichtung von Mikroorganismen (Viren, Bakterien und Pilze) und Tumorzellen führen. Rituximab hat die Fähigkeit bösartige Erkrankungen zu erkennen, die Tumorzellen zu vernichten und ist oft auch dann wirksam, wenn sie auf Zytostatika (die Chemotherapie) resistent unempfindlich geworden sind.

Das Ziel der wissenschaftlichen Studie ist herauszufinden, wie gut die Wirksamkeit von Rituximab bei Patienten mit Haarzelleukämie nach einer 2-CDA Behandlung ist.

Die Behandlung mit Rituximab wird als intravenöse Infusion über 3-5 Std. einmal wöchentlich während 4 aufeinanderfolgenden Wochen verabreicht. Vor Therapie-Beginn und auch in regelmässigen Nachkontrollen werden Knochenmarksuntersuchungen, Röntgenaufnahmen sowie Blutuntersuchungen durchgeführt.

Die hauptsächlich unerwünschten Nebenwirkungen der Therapie könnten Fieber, Schüttelfrost und allergische Überempfindlichkeits-Reaktionen sein. Diese wurden bis jetzt nur bei der ersten Behandlung beobachtet, weswegen Sie für die erste Rituximab-Infusion hospitalisiert werden um eine entsprechende Behandlung Überwachung zu gewährleisten.

Die drei weiteren Behandlungen können ambulant durchgeführt werden. Selten werden andere Nebenwirkungen wie Abnahme der Blutplättchen und der roten Blutkörperchen, Knochen- und Gliederschmerzen sowie leichte Infektionen (z.B. Fieberbläschen) beobachtet. Andere Nebenwirkungen treten nicht auf.

Ihre Untersuchungsdaten werden zur elektronischen Verarbeitung (Speicherung, Uebermittlung, Veränderung, Löschen, Auswerten) im Rahmen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mehrerer Kliniken an das Schweizerische Institut für Angewandte Krebsforschung weitergeleitet. Die Daten unterliegen dem Datenschutz. Alle Personen, die Einblick in die gespeicherten Daten haben, sind zur Wahrung des Datenschutzes verpflichtet. Eine allfällige Publikation der Ergebnisse erfolgt ohne Nennung von Patientennamen.

Das Medikament wird für diese Studie gratis zur Verfügung gestellt.

Falls Sie über diese Studie weitere Informationen erhalten möchten, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder Krebsspezialisten. Er kann nähere Informationen erhalten bei Dr. med. A. von Rohr .