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Bericht vom 7. bundesweiten Treffen der Selbethilfegruppe für Haarzell-Leukämie am 5./6. Juni 1999 in Goslar. Das 7. Treffen fand wieder in den Räumen des Berufsförderungswerks Goslar statt. Wir waren 75 Personen, ich hatte aus Dringlichkeitsgründen in diesem Jahr alle Anmeldungen angenommen, und wir mußten eng zusammenrücken. Auf der Liste sind nun 130 HZL-Betroffene, demnächst wird wieder eine Notiz in der Barmer-Zeitung erscheinen, und danach wird es wieder Zulauf geben. Ablauf des Treffens: Am Samstag trafen wir uns um 13 Uhr. Nach einem kurzen Jahresbericht schilderten die Betroffenen den Verlauf ihrer Krankheit, Therapie, Nebenwirkungen etc. Dies wurde unterbrochen vom Referat von Herrn Dr. von Wussow, früher bei der Med. Hochschule Hannover, jetzt niedergelassener Arzt (Hämatologe/Onkologe/Immunologe) in Hannover, auf Initiative der Fa. Essex-Pharma. Herr Dr. von Wussow gab einen Abriß über die Geschichte der HZL. Für den neuerkrankten HZL-Patienten gibt es 5 Möglichkeiten:
Der von Essex entwickelte "Pen" steht für niedrige Dosen nicht zur Verfügung, die Trockensubstanz ist aber vorhanden, die Insulinspritze (dünnere Nadel) ist angenehmer. Auf die Frage, wo man eine Kur machen soll, meinte Herr Prof Pralle, daß sich das nicht nach der Leukämie richte. Eine weitere Frage betraf den Kostenfaktor: nach Prof. Pralle werden wir immer Interferon von den Krankenkassen bekommen. Noch eine Frage betraf die Schwerbehinderung bei HZL. Die Krankheit ist im Katalog der Versorgungsämter nicht aufgeführt, so kann der von dort zugeteilte Prozentsatz 0 - 100% betragen, je nach Meinung des Sachbearbeiters. Hier versucht Herr Prof. Pralle etwas für uns zu tun. Er kann auch jederzeit von Ihrem behandelnden Arzt im Falle von Unklarheiten während der Therapie angerufen werden. Die Telefonnummer gebe ich Ihnen bei Bedarf. Von einem jungen Arzt, der seinen HZL-betroffenen Vater begleitete, bekamen wir den Rat, unser Immunsystem zu stärken mit: Coenzym Q 10 (z.B. Elanvital Q 10), Ecdyson basic und B6 Vitamin, Provitamin A, Vitamin E + C. Hier gilt auch: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Zum Schluß ein Ausblick: Wer sich nicht unbedingt behandeln lassen muß, soll abwarten. Die Forschung arbeitet an verschiedenen neuen Therapien: Antikörper, später evtl. inhalierbares Interferon oder in Form von Hautpflastern. Die Veranstaltung klang um 14 Uhr aus. Im nächsten Jahr, aufgrund der EXPO von Juni bis Oktober, durch die auch die Goslarer Hotels belegt sein werden, müssen wir das Treffen auf das Wochenende 20./21. Mai 2000 legen. |